Hass tötet

Veröffentlicht am 23.02.2020 in Aktuelles

Hass macht nicht nur hässlich, wie der Bundesvorsitzende des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold und Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs so treffend formulierte, Hass tötet auch. Er tötet Menschen, wie unlängst in Kassel oder in Halle und jetzt in Hanau. Er tötet aber auch unsere Demokratie, unsere friedliche und solidarische Gesellschaft und die Freude am ehrenamtlichen Engagement, er tötet Benimm, Umgangsformen, Minderheitenschutz, Gleichberechtigung, Integration, Inklusion und vieles, vieles mehr. Wenn wir ihn lassen.

Dieser Hass kommt nicht von ungefähr, er ist nicht vom Himmel gefallen. Er wird seit mehreren Jahren ganz gezielt geschürt. Von Menschen, die sich einen Vorteil davon versprechen, die von Chaos und Bürgerkrieg träumen, die auf Gräbern tanzen wollen. Diese Menschen haben in der AfD ihre politische Heimat gefunden und fühlen sich dort bestärkt und im Recht.  Und wenn diese Saat des Hasses dann aufgeht, wenn sich jemand dadurch anspornen lässt, das umzusetzen, was ihm immer und immer wieder als der richtige Weg aufgezeigt wird, wird in einem perfiden Spiel versucht, die Opfer- und Täterrollen zu vertauschen. Niemand, der in eine Shisha-Bar geht, der eine andere Religion, ein anderes Aussehen, eine andere sexuelle Orientierung, einen anderen Körperbau hat, ist Schuld, wenn er angegriffen wird. Diejenigen, die den Hass auf Gruppen von Menschen schüren, die nicht ihrem Idealbild entsprechen, trifft diese Schuld. Ganz alleine.

Ja, wir sind mehr, wir halten dagegen, wir stehen gemeinsam. Das ist wichtig und richtig, jeder einzelne kann und muss in seinem persönlichen Umfeld dazu beitragen, dass wir den Hass nicht gewinnen lassen. Aber es hilft den Opfern nicht. Und es ist den Tätern egal. Wir haben ein Gewaltmonopol des Staates. Das ist nicht nur ein Recht des Staates, es ist auch eine Pflicht. Es ist die Pflicht, seine Bürger zu schützen. Alle. Wir haben so viel Angst davor, der Staat könnte seine Kompetenzen überschreiten, es könnten Freiheiten willkürlich eingeschränkt werden, dass permanent die falschen geschützt werden. Hass ist keine Meinung und verdient nicht, unter die Meinungsfreiheit zu fallen. Das gezielte Verbreiten von Lügen und Falschmeldungen, mit dem Ziel Menschen zu schaden, gehört bestraft. Jeder Kommunalpolitiker oder Bürgermeister der zurücktritt, weil er die Angriffe auf seine Person oder seine Familie nicht mehr erträgt, ist einer zu viel. Jeder Mensch, der sich aufgrund oben erwähnter Gruppenzugehörigkeit in Deutschland nicht mehr sicher fühlt, ist einer zu viel.

Rechtsextreme Straftaten gehören angezeigt und konsequent verfolgt. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Rassistisches Gedankengut hat in Polizei, Bundeswehr, Justiz, an Schulen oder anderen Behörden keinen Platz. Die AfD gehört vom Verfassungsschutz geprüft und anschließend verboten. Herr Höcke gehört aus dem Staatsdienst entlassen. Wenn dies beamtenrechtlich nicht möglich ist, muss das Beamtenrecht überdacht werden. Jemand, der  so offen unserer Gesellschaft schadet, kann kein Diener dieses Staates sein. Es ist allerhöchste Zeit, dass der Staat anfängt, sich und damit uns alle zu schützen.

 

Homepage Dr. Birte Könnecke

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