SPD Sulzbachtal

Ortsverein der Gemeinden Sulzburg u. Ballrechten-Dottingen

Zum 80. Todestag von Julius Leber

Veröffentlicht am 05.01.2025 in Kreisverband

von Oswald Prucker

Am 5. Januar 1945 wurde der Sozialdemokrat Julius Leber in Berlin-Plötzensee erhängt. Eine Stele und eine Ausstellung auf der Rheininsel bei Breisach erinnern aktuell an den Widerstandskämpfer.

Julius oder Jules Leber wurde im elsässischen Biesheim geboren und ging in Breisach zur Schule. Unterbrochen vom Ersten Weltkrieg studierte er in Strasbourg und Freiburg, wo er dann auch in den Politikwissenschaften promovierte.

Seine Berufstätigkeit fand dann im hohen Norden in Lübeck statt, wo er als Chefredakteur des Lübecker Volksboten arbeitete und bald auch für die SPD in den Berliner Reichstag einzog.

Schon damals war er ein glühender Kämpfer gegen den Nationalsozialismus, was er nach deren Machtübernahme rasch mit büßen musste: Zwischen 1933 und 1937 war er in Gefängnissen und Konzentrationslagern interniert. Danach ging er als Kohlehändler getarnt in den Widerstand und plante mit anderen ein Attentat auf Hitler. In dieser Zeit war er als Innenminister für eine Nachfolgeregierung vorgesehen. Die Pläne flogen auf, Leber wurde in einem Schauprozess zum Tode verurteilt und schließlich gehängt.

Das Leben und Wirken Lebers wird nun anlässlich des 80. Jahrestages seines Todes in einer Ausstellung in der Art Rhena auf der Rheininsel bei Breisach gewürdigt, die heute eröffnet wurde. Auf 14 Rollups werden Aspekte des Lebens und der Person Julius Leber beleuchtet und das sowohl in deutscher wie auch in französischer Sprache. Sie ist auf der Rheininsel noch bis zum 23. Februar zu sehen.

Impression von der Eröffnung der Ausstellung zu Julius Leber. Es sind einige der Rollups der Ausstellung zu sehen.

Zusammengestellt und kuratiert wurde die Ausstellung von dem Politikwissenschaftler Dr. Marvin Gamisch, der von einem großen Team unterstützt wurde. Unter anderem mit dabei war die Breisacher Julius-Leber-Schule und das Blaue Haus.

Von der heutigen Eröffnung klingt mir ein Satz von Gamisch noch in den Ohren, der vielleicht wie kein anderer zeigt, nach welcher Überzeugung Leber lebte. Sinngemäß sagte Gamisch: Leber war zu seiner Zeit eigentlich weder im Elsass noch in Deutschland geschätzt oder angesehen, denn er wandte sich in beiden Ländern gegen den jeweiligen Nationalismus. Er war durch und durch Republikaner und das mit solcher Leidenschaft, dass er bereit war, dafür Haft und Folter zu ertragen und letztlich für seine Überzeugung zu sterben.

Stele auf der Rheininsel bei Breisach.

Es ist sehr gut, dass Menschen wie ihm mittlerweile die Anerkennung zuteil wird, die sie verdienen. Die Ausstellung auf der Rheininsel ist da ein wichtiger aktueller Baustein. Auch die ebenfalls heute eingeweihte Gedächtnisstele an der Rheinbrücke gehört dazu und es freut mich ganz besonders, das mittlerweile auch aus Berlin das OK vorliegt und dann im Mai die Rheinbrücke in Julius-Leber-Brücke umbenannt wird.

Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen müssen wir uns an solchen Beispielen orientieren.

 


Weitere Informationen:

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